EnergieAgentur Mittelfranken e.V., Sandreuthstraße 43, 90441 Nürnberg
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Aktuelle Meldungen


Kostensenkung durch Energiemanagement für stromintensive Unternehmen

(Ku, Jb) Die Energiewende ist ein erklärtes Ziel in Deutschland, das von einer breiten Mehrheit getragen wird. Neben bedeutenden Anstrengungen zur Energieeffizienz ist ein starker Ausbau der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien wichtig für eine nachhaltige Energieversorgung. Trotzdem ist darauf zu achten, dass unsere Industrie international konkurrenzfähig bleibt. Das neue Jahr wartet deshalb mit Neuerungen zu den Stromkosten für das produzierende Gewerbe auf. Einige Gesetze und Verordnungen bieten ab dem 01.01.2012 neue Rahmenbedingungen um Energiekosten für stromintensive Unternehmen zu senken. Der aktuelle Stand wird nachfolgend erläutert.


EEG-Umlage
Die EEG-Umlage für stromintensive Unternehmen kann seit Beginn dieses Jahres für eine größere Anzahl von Unternehmen reduziert werden.
Die Mindestverbrauchsmenge wurden von 10 GWh auf 1 GWh und der Quotient aus Stromkosten zu Bruttowertschöpfung von 15 auf 14 % herabgesetzt. Vorraussetzung ist, dass der Strom selbst verbraucht und von einem Energieversorgungsunternehmen bezogen wird. Weitere Bedingung ist die Erhebung und Bewertung des Energieverbrauchs und das Aufdecken von Potenzialen zu dessen Minderung. Ab einem Jahresverbrauch größer 10 GWh muss ein zertifiziertes Energiemanagementsystem nach DIN EN 16001 (zukünftig ISO 5001), eingeführt sein. Die Kostensenkung ist bis 100 GWh gestaffelt vom Verbrauch abhängig. Bei darüber liegenden Verbräuchen ist die reduzierte Umlage für alle Mengen gleich.
Auf welche Werte sich die EEG-Umlage reduzieren lässt, ist aus der Tabelle ersichtlich.
 

Verbrauchs-fenster

kleiner 1 GWh

1 bis 10 GWh

10 bis 100 GWh

größer
100 GWh

größer
100 GWh

Anteil d. Strom-kosten

größer
14 %

größer
14 %

größer
14 %

größer
14 %

größer
20 %

EEG-Umlage im Verbrauchs-fenster

3,593 ct/kWh

0,3593 ct/kWh

0,03593 ct/kWh

0,05 ct/kWh

0,05 ct/kWh für Gesamt-verbrauch

Netzentgelte
Auch bei den Netzentgelten gibt es eine Staffelung je nach Verbrauchsmenge. So werden Unternehmen mit einer jährlichen Benutzungsstundenzahl von über 7000 h und einer Abnahme von mehr als 10 GWh komplett von der Zahlung der Netzentgelte befreit. Dafür zahlen alle anderen Letztverbraucher die StromNEV-Umlage (§19 Strom-NEV).  Für Letztverbraucher mit Strommengen bis 100 MWh gilt ein Satz von 0,151 ct/kWh, für die über 100 MWh hinausgehenden Strommengen 0,05 ct/kWh.
Letztverbraucher, die dem produzierenden Gewerbe, dem schienengebunden Verkehr oder der Eisenbahninfrastruktur zuzuordnen sind und deren Stromkosten im vorangegangenen Kalenderjahr vier Prozent des Umsatzes überstiegen haben, zahlen für die über 100 MWh hinausgehenden Strombezüge nur 0,025 ct/kWh.

Stromsteuer
Auch die Möglichkeit zur Befreiung bzw. Verringerung der Stromsteuer ist angedacht aber noch nicht abschließend beschlossen. Diese Vergünstigung soll dann ab 2013 laut integriertem Energie- und Klimaschutzprogramm (IEKP) und dem Energiekonzept der Bundesregierung an die Einführung eines Energiemanagementsystems im Unternehmen gekoppelt sein. Für bestimmte Prozesse und Verfahren kann nach §§ 9 und 10, StromsteuerG heute schon Stromsteuererlass bewirkt werden.

Weitere Informationen finden Sie hier: BMU - Erneuerbare Energien - Downloads - EEG 2012, Bundesnetzagentur BK8, Stromsteuer, Foto: Ku


15 Jahre EnergieAgentur Mittelfranken

(Ku) Am 6. Dezember 2011 gab das Jubiläum der EnergieAgentur Mittelfranken Anlass zum Feiern. Zusammen mit den Vorständen und Unternehmensvertretern der Mitglieder der – N-ERGIE Aktiengesellschaft, E.ON Bayern, infra fürth gmbH, Erlanger Stadtwerke AG, Stadtwerke Schwabach GmbH und Stadtwerke Ansbach GmbH - wurde in Nürnberg das Bestehen der Institution festlich gewürdigt. Zu Gast war auch der Nürnberger Umweltreferent Dr. Pluschke.  

Herr Dr. Unnerstall (N-ERGIE) hob in seiner Festrede die Bedeutung der Tätigkeiten der EAM für die Energiewende und den Stadtwerken heraus. Nachhaltiges Engagement im Bereich der Energieeffizienz und Erneuerbaren Energien sind zentrale Herausforderungen der zukünftigen Energieversorgung. Aus seiner Sicht hat sich die Region sehr frühzeitig diesen wichtigen Themen angenommen. Heute bestätigt sich die Weitsicht, von Beginn an hat man sich
dem umweltschonenden Umgang mit Energie und verschiedenster nachhaltiger Techniken angenommen.

Herr Dr. Pluschke reflektierte die Geschichte und Erfolge der EAM. Er richtete seinen Dank an die Träger der Unternehmen und an das hohe Engagement des Teams. 
EAM hat das Ziel die Energiewende aktiv mit zu gestalten und begleitet ihre Energieversorgungsunternehmen in das neue Zeitalter. Dabei stehen Innovationen im Vordergrund. Die Schwerpunktthemen in 2011 waren Mikro-BHKW und Elektromobilität.

Mit Hilfe einer Posterausstellung wurden die wichtigsten Erkenntnisse aus den Innovationsprojekten den Gästen vorgestellt. Anschließend vertieften die Anwesenden bei einem gemeinsamen Abendessen die Themen und diskutierten das weitere Vorgehen für das nächste Jahr.

Bild: Festredner Dr. Pluschke, Dr. Unnerstall und Martin Reuter (v. l.)
 

Stefan Kupp übernimmt die Geschäftführung der EAM in 2012

(Ku) Im Jahr 2012 gibt es bei der EAM eine personelle Veränderung. Der Geschäftsführer Martin Reuter, der seit 2003 die EAM leitete, wird seine Funktion zum Jahreswechsel an Stefan Kupp (EAM) übergeben. Nach intensiven Engagement bei der EAM übernimmt Herr Reuter im Hause N-ERGIE neue Aufgaben. In den vergangenen acht Jahren hat er zahlreiche Aktivitäten zum dauerhaft umweltverträglichen Umgang mit allen Energiearten (gemäß Satzung der EAM) angeleitet. Der Schwerpunkt lag in der jüngeren Vergangenheit bei der Steigerung der Energieeffizienz in öffentlichen Einrichtungen sowie Gewerbe und Industrieunternehmen. Die Aufgaben reichten von europaweit angelegten Projekten bis zu Checks von Industriekomponenten.

Beispielhaft seien hier einige wichtige Projekte aufgelistet:

- European Energy Award (EEA) für Kommunen (seit 2006)
- EU-Beratungsprojekt „Interaction“ für Logistikunternehmen (2008)
- Unternehmenszirkel Druckluft (2006, 2004)
- Modellvorhaben „Niedrigenergiehaus im Bestand“ (seit 2005)
- Kommunales Energiemanagement einer Vielzahl von Gemeinden (seit 2004)
- DENA-Aufklärungskampagne „Initiative Energieeffizienz“ (seit 2003)

Während zu Beginn seiner Geschäftsführung die Suche nach Effizienzpotenzialen von einzelnen Gebäuden oder Anlagen (Hotels, Handelshäuser, Firmen) im Vordergrund stand oder modellhafte Einzelprojekte (Druckluftzirkel, Stirling, Energieteam) untersucht wurden, sind die Beratungswerkzeuge heute so gestaltet, dass sie nachhaltigere Wirkung entwickeln. Größere Energienutzer werden nun effektiver über längere Zeiträume bei der Optimierung Ihres Energiebedarfes begleitet. Es lässt sich feststellen, dass hocheffizienter Energieverbrauch besser durch umfassende Prozessbegleitung erreicht wird.
Die Bildung von Unternehmensnetzwerken (Energietische) oder die durch Energiemanagement systematisch begleiteten Kommunen sind gute Beispiele. Im Laufe dieser Prozesse steigen die Kenntnisse über Technik, das Verhalten der Beteiligten ändert sich, die Organisationen passen sich an und die Bereitschaft zu höherem Engagement nimmt zu. Die Beratung von Kleinverbrauchern findet heute mehrheitlich in den Häusern der Mitglieder statt.

Herr Reuter blickt auf eine Zeit zurück, in der er als Geschäftsführer der EAM einen hohen Beitrag zur Energieeffizienz geleistet hat. Stefan Kupp wird an diese Erfolge anknüpfen, er übernimmt die Geschäftsführung ab 2012.
Die EAM hat nun als Ziel die Energiewende aktiv mit zu gestalten und will die  Energieversorgungsunternehmen in das neue Zeitalter begleiten. Dabei stehen neben der Erstberatung zur Energieeffizienz vor allem Innovationen im Vordergrund.
 

Bild: Stefan Kupp und Martin Reuter (v. l.)
 


Erfolgreicher Auftakt beim zweiten ENERGIE-TISCH EFFIZIENZ

(Ku)  Nachdem der erste fränkische ENERGIE-TISCH EFFIZIENZ (Initiative der N-ERGIE) sehr positive Rückmeldungen von Unternehmen und Interessierten erhielt, startete am 16. November 2011 der zweite Tisch in der Region.
Zweck des ENERGIE-TISCH EFFIZIENZ ist es, die Energieeffizienz in den Betrieben zu steigern. Erstanalysen der Versorgungstechnik, regelmäßige Treffen, ein moderierter Erfahrungsaustausch der Teilnehmer und Hilfe von Effizienzexperten ermöglichen es jedem teilnehmenden Unternehmen, den Energieverbrauch sichtbar zu machen und diesen durch clevere Maßnahmen spürbar zu reduzieren. Ein gemeinsames Effizienzziel aller Teilnehmer sorgt für Anreiz, selbstständig weitere Potenziale zu finden und zu nutzen.


Acht namhafte Unternehmen haben sich bereits dazu entschlossen, am neuen ENERGIE-TISCH EFFIZIENZ in Franken teilzunehmen.
Darunter befinden sich die Firmen

Maschinenfabrik Niehoff
Sparkasse Nürnberg
Nürnberger Parkhäuser
Abtei Münsterschwarzach
VAG Nürnberg
Fa. Bott
AWO Kreisverband Nürnberg e. V.
Pleinfelder Quarzsand GmbH

Nach der Begrüßung durch Dr. Thomas Unnerstall, Vorstand der N-ERGIE und Thomas Fösel, Geschäftsführer der impleaPlus, wurde den Teilnehmern der Projektverlauf im Detail vorgestellt. Anschließend diskutierten die Teilnehmer ihre Erwartungen und Vorstellungen für das gemeinsame Netzwerk.

Im ENERGIE-TISCH EFFIZIENZ sind noch wenige Plätze frei.

Gerne sind Mitarbeiter der impleaplus GmbH für Sie persönlich zu sprechen, rufen Sie an.
Tel: 0911/80216510

Weitere Informationen finden Sie auf der Internet-Seite www.impleaplus.de.
 


80% Zuwachs bei kleinen Blockheizkraftwerken

(Ku) Die Berliner Energieagentur und Prognos AG stellten Ende September eine Bilanz der Auswirkungen der Novellierung des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes von 2009 vor. Das Gesetz, dass schon 2007 beim Energie- und Klimaprogramm der Bundesregierung (Meseberg) als wichtigstes Energiethema erkannt wurde, hat sich bereits kräftig auf den Zubau von Blockheizkraftwerken ausgewirkt. Nun steht seine Novellierung an. Die gesamte KWK-Stromerzeugung beträgt derzeit 18 Prozent und stieg im Zeitraum von 2002 bis 2010 von 14 TWh auf 89 TWh, was etwa der Jahresproduktion von 9 Kernkraftwerken entspricht. Am dynamischsten entwickelten sich fossile und mit Biogas betriebene KWK Anlagen mit Leistungen kleiner 1 MWel.

Allerdings war in Meseberg 2007 ein Ziel von 25 % KWK-Strom bis 2020 angesetzt. Das selbst dies nicht allzu ambitioniert war zeigt eine Studie des BMWI von 2006, demnach  ein Anteil von 50 % technisch gut erreichbar ist. Nach der Zwischenbilanz wird aber selbst das niedrig gesteckte Ziel nicht erreicht werden, die aktuelle Hochrechnung für 2020 kommt nur auf einen Anteil von maximal 20 %.

Dabei liegen die Vorteile von KWK auf der Hand:

  • BHKW-Anlagen erreichen die höchste Effizienz bei der Nutzung, - auch von biogenen Brennstoffen
  • Die Anlagen sind sehr flexibel und gut regelbar, werden Sie mit Wärmespeichern kombiniert, stellen sie einen wichtigen Gegenpol zu den fluktuierenden, erneuerbaren Stromerzeugern dar.

Wichtige Forderung des Bundesverbandes KWK ist deshalb eine Erhöhung des KWK-Zuschlages und die Entbürokratisierung des Ausbaus.

Weitere Informationen  finden Sie auf den Internet-Seiten Berliner Energieagentur, Presse-BKWK und  Studie BMWI 

 

Großes Interesse am Kraftwerk im Keller

(Ku) Seit der Fachmesse für Sanitär Heizung, Klima (ISH, Frankfurt), im März diesen Jahres werden neue Mikro-Blockheizkraftwerke angeboten. Die Geräte nutzen das eingesetzte Gas zur Erzeugung von Strom und Wärme mit dem hohen Wirkungsgrad von bis zu 92 %. Die Geräte, die etwa so groß wie eine Waschmaschine sind, ersetzen die klassische Heizung und erzeugen zeitgleich Strom. Blockheizkraftwerke sind für Gewerbebetriebe und größere kommunale Wärmeverbraucher bekannt und vielfältig im Einsatz. Diese neue Generation von Blockheizkraftwerken, für kleinere Gebäude und Einfamilienhäuser ist erst seit kurzem auf dem Markt und kann neben anderen auch von bekannten Herstellern wie Vaillant und Viessmann, Brötje, Senertec bezogen werden.

Mehr als 1.000 Einheiten (Ottomotoren und Stirling) sind schon auf dem deutschen Markt abgesetzt (Angabe Vaillant, Remeha, Whispergen). Weltweit sind mehr als 100.000 Stk mehrheitlich in Asien und USA im Einsatz. I
m Laufe der letzten Monate erhielten in Deutschland rund 1000 Fachhandwerker Qualifizierungsschulungen zur Installation der Geräte. Insgesamt sehen die Firmen den Marktstart als sehr erfolgreich, Kunden und Fachhandwerk zeigen großes bis riesiges Interesse.

Mit den neuen Geräten können in mit Gas versorgten Gebieten die Umweltvorteile der Fernwärme genutzt werden. Die Kellerkraftwerke kosten mehr als einfache Kessel, weshalb sie auch im Contracting-Verfahren angeboten werden.

Weitere Informationen finden Sie auf den Internet-Seiten => Ecopower und Vitotwin.


Anforderungen an Fernwärme- bzw. –kältenetze aus der EnEV

(Ku, Ms) Die EnEV fordert seit ihrem ersten Erscheinen 2002 eine Bestimmung des Primärenergiefaktors der zum Einsatz kommenden Fernwärme bzw. –kälte, falls dabei Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) zum Einsatz kommt. Dieser Faktor hat im Rahmen der weiteren EnEV Anforderungen einen starken Einfluss auf die Bauausführung von neuen Gebäuden, welche an das Fernwärmenetz angeschlossen werden sollen. Der Faktor beeinflusst maßgeblich die Bauausführung. - Prinzipiell unterstützt die EnEV die hocheffiziente Nutzung von Brennstoffen in KWK-Anwendungen -.

Die EnEV verweist zur Berechnung der Primärenergiefaktoren auf das Rechenverfahren nach DIN 4701-10. Hierbei kann pauschal nach Tabellenwerten vorgegangen werden, dies setzt allerdings voraus, dass die Wärmebereitstellung genau nach den dort aufgeführten Zusammensetzungen erfolgt. In der Regel liegen jedoch Mischfälle unterschiedlicher Wärmeerzeuger als auch unterschiedlicher Energieträger (fossile und erneuerbare) vor. Für diese Fälle besitzen die Tabellenwerte keine Gültigkeit. Der Primärenergiefaktor muss dann explizit berechnet werden, laut DIN 4701-10 jedoch nur durch unabhängige Sachverständige (zumindest bei Planwerten). Diese Berechnungen sind also nicht Planeraufgabe.

Liegt eine effiziente Fernwärmeversorgung vor, ist es sinnvoll, den spezifischen Primärenergiefaktor berechnen und veröffentlichen zu lassen. Die Berechnung nach DIN 4701-10 hat die AGFW in ihrem Merkblatt FW 309-1 zusammengefasst und um einige sinnvolle Regelungen ergänzt.
Die Berechnung kann sowohl aus Betriebswerten der Vergangenheit, - für bestehende Netze, als auch für neue Netze aus Plandaten erstellt werden.

 Das Dienstleistungsangebot der EAM umfasst:

  • Berechnung des individuellen Primärenergiefaktors eines Nah- oder Fernwärmenetzes und
  • Erstellung eines Gutachtens nach FW 309-1

Weitere Informationen erhalten Sie von uns oder finden Sie auf unserer Internet-Seite (Projekte/Primärenergiefaktoren).


Die Mitglieder der EnergieAgentur Mittelfranken e. V. sind: